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Sollte das „Gassi-Gehen“ für Katzen gesetzlich vorgeschrieben werden? Eine Analyse der deutschen Debatte

Einleitung

Seit 2023 diskutiert Deutschland hitzig über eine Novellierung des Tierschutzgesetzes, die Halter verpflichten könnte, ihren Hauskatzen täglichen Auslauf im Freien zu ermöglichen. Während Tierschützer dies als Fortschritt für das Tierwohl feiern, warnen Veterinäre vor unkalkulierbaren Risiken. Dieser Artikel untersucht die Argumente beider Seiten anhand aktueller Daten.


Hintergrund: Das geplante Tierschutzgesetz

Laut §2 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes müssen Tiere „artgerecht“ gehalten werden. Bisher bezog sich dies vor allem auf:

  • Ausreichend Platz (Mindestmaße für Katzenwohnungen)
  • Sozialkontakt (Einzelhaltungsverbot für Gruppentiere)
  • Beschäftigungsmöglichkeiten

Die neue Gesetzesinitiative interpretiert „artgerecht“ erstmals explizit als ‌Anspruch auf Freigang‌. Bundesländer wie Berlin schlagen konkrete Richtwerte vor:

Bundesland Empfohlene Auslaufzeit pro Tag Umsetzungsform
Berlin 1-2 Stunden Begleiteter Freigang oder gesicherter Garten
Bayern Keine Vorgabe (vorläufig) Freiwillige Empfehlungen

Quelle: BMEL (2024)


Pro-Argumente: Warum Freigang wichtig ist

1. ‌Natürliche Verhaltensweisen fördern

Studien des ‌Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie‌ zeigen:

  • 68% der reinen Wohnungskatzen entwickeln Stereotypien (z.B. übermäßiges Putzen)
  • Freigänger zeigen 40% weniger Verhaltensstörungen (Daten von 1.200 Katzen, 2023)

2. ‌Adipositas-Prävention

Laut ‌Statistischem Bundesamt‌ leiden 33% der deutschen Hauskatzen an Übergewicht. Freigang erhöht die Aktivität:

  • Durchschnittlicher Kalorienverbrauch pro Tag:
    Wohnungskatze Freigänger
    Kalorien 200-250 kcal 350-400 kcal

Quelle: Tierärzteverband Hannover (2023)


Kontra-Argumente: Risiken des Zwangsauslaufs

1. ‌Verkehrsgefahren

Das ‌ADAC‌ meldet jährlich 12.000 registrierte Wildunfälle mit Katzen. In Städten steigt das Risiko:

  • 78% der unfallbeteiligten Katzen waren Freigänger (Umfrage unter 500 Tierkliniken, 2024)

2. ‌Stress durch ungewohnte Umgebung

Eine Studie der ‌FU Berlin‌ belegt:

  • 61% der bisherigen Wohnungskatzen zeigten bei Zwangsfreigang erhöhte Cortisolwerte
  • 29% entwickelten Fluchtverhalten oder Aggressionen

Datentabelle: Positionen der Stakeholder

Gruppe Befürwortung Ablehnung Neutrale Haltung
Deutscher Tierschutzbund 89% 5% 6%
Bundestierärztekammer 22% 73% 5%
Katzenhalter (Umfrage) 41% 54% 5%

Quelle: Allensbach-Institut (2024, n=1.200)


Lösungsvorschläge

  1. Flexible Regelungen‌: Statt pauschaler Vorgaben könnten Halter zwischen Freigang und „enriched indoor environments“ wählen.
  2. Subventionen für Catios‌: Staatliche Zuschüsse für gesicherte Außengehege (Modellprojekt in Hamburg senkte die Freigang-Unfälle um 60%).
  3. Bildungskampagnen‌: Aufklärung über artgerechte Indoor-Beschäftigung statt Strafandrohung.

Fazit

Eine gesetzliche Pflicht zum Freigang erscheint trotz guter Absichten praxisfern. Besser wäre ein ‌differenziertes Modell‌, das regionale Gegebenheiten und individuelle Katzentypen berücksichtigt. Letztlich entscheidet die Umsetzbarkeit über den Tierschutzerfolg.


Erweiterungshinweise‌:

  • Fügen Sie Fallstudien aus Pilotprojekten (z.B. Münchener Modell zur „Katze-2025“) hinzu
  • Zitieren Sie Originaldokumente des BMEL
  • Vergleichen Sie mit Regelungen in Österreich/Niederlanden
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